Anvil

Am 2. Juli 2010 spielten Anvil und die Vorgruppe Girlschool im Columbia Club in Berlin. Ich mag den Columbia Club wegen seiner überschaubaren Grösse,  ich bin kein Freund von Mega Gigs mit mehreren tausend  Zuschauern (in den CC passen maximal 800). Anvil kannte ich seit 1984, das Jahr in dem ich Heavy Metal als meine Musik entdeckt habe.

Klar die mußte ich sehen, ich wußte Anvil hatten mit Ihren frühen Werken auf Gruppen wie Metallica, Slayer und Anthrax maßgeblichen Einfluß gehabt und „Metal on Metal“ dröhnte lange Zeit aus meinem Kassetten-Player.

Das Konzert war uneingeschränkt grosse Klasse,  die anwesenden, ca. 400 – 500  Fans zu 80% in meinem Alter und damit der Wohlfühlfaktor gegeben.

Punkt. Bis hierhin also nicht unbedingt etwas besonderes und für mich kein Grund darüber etwas zu schreiben. Dann aber entdeckte ich auf einer Schlendertour durch die DVD-Abteilung eines ichbindochnichtblöd-Marktes durch Zufall den Doku-Film „Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft“ … und kaufte Ihn spontan.

Der Film ist Doku und Tragikkomödie zugleich, er hat mich begeistert und beeindruckt. Erzählt wird die Geschichte der zwei Freunde Robb Reiner (Schlagzeug) und Steve „Lips“ Kudlow (Gesang, Gitarre) die seit über 30 Jahren versuchen von Ihrer Musik zu leben und davon träumen endlich den großen Durchbruch zu schaffen. Bevor ich jetzt weitere Einzelheiten des Films ausführe möchte ich an dieser Stelle auf die sehr guten Kundenrezensionen bei Amazon verweisen. Dieser authentische Film ist nicht nur etwas für Metaller sondern für alle Musikbusiness interessierten.
Fazit: unbedingt kaufen!!!

In der Vergangenheit stand für mich immer die Musik im Vordergrund, die Künstler haben mich nur sekundär interessiert, vielleicht auch deshalb weil ich früher nicht damit gerechnet habe das Gruppen wie Motörhead, Saxon, Iron Maiden, Axel Rudi Pell und viele andere nach 30 Jahren immer noch auf der Bühne stehen und die Bude rocken.
Diese Beständigkeit beeindruckt mich und langsam fange ich an mich für die Musiker als Persönlichkeit zu interessieren die mich mit Ihrer Musik seit 1984 begleiten.

Durch den Film hat der Auftritt von Anvil im nachhinein für mich eine ganz besondere Bedeutung bekommen.
Ich wünsche Ihnen den Erfolg den Sie sich seit über 30 Jahren erhoffen, Sie haben es wirklich verdient.

Links:
Anvil auf www.laut.de
Girlschool auf www.laut.de

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